Schmuck Sardinien

In der Verarbeitung von Schmuck sind die wertvollen Materialien: Silber, Gold und Koralle. Aus diesen wertvollen Materialien sind die ersten zwei Bestände von der Erde, das dritte aus dem Meer. Zusammen mit verschiedenen Steinen werden die Schmuckstücke gemäß jahrhundert alter Tradition hergestellt und gerade deshalb noch wertvoller. Man findet die handwerkliche Schmuckherstellung als Verschönerung von traditionellen Volkstrachten wie Knöpfe, Anhänger, Broschen und im religiösen Gebrauch bei Herstellung von Kreuzen, Medaillen und Rosenkränze.
Das Silber, welches heute dem Gold bevorzugt wird, galt über Jahrhunderte als Prinz der Metalle, nämlich das gefragteste und das am meist verwendete unter allen Kreationen.
Der Korall hingegen - auch als rotes Gold aufgrund seiner Seltenheit und dem Wert bekannt - wird vor allem bei der Kreation von Schmuck verwendet. Die Hauptproduktion und Verarbeitung des Koralles ist in Alghero, wo das rote Gold als Symbol gilt. Der schwarze Stein Ossidiana hingegen kommt wieder in der Kunst zum Vorschein. Der Ossianastein ist ein Vulkangestein und befindet sich in großer Menge im Monte Arci, der vor allem wegen seines unfassbaren Glanzes beliebt ist.
Bei den Goldschmieden wird dieser hauptsächlich als Anhänger verwendet. Es gibt eine Vielzahl an Legenden die besagen, der Stein habe magische und therapeutische Wirkungen.
Was die Arbeitstechnik betrifft, ist die am weit verbreitete und eleganteste die Filigrane Technik aus dem XII. Jahrhundert. Sie sieht eine Verflechtung von zwei hauchdünnen Metallfäden zur Realisierung von traditionellen Objekten, die mittlerweile zu wichtigen Symbolen geworden sind: unter diesen die bekannten "coni", (Verwendung von Ringe und Broschen) sowie der sardische Ehering für die Frau.
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